Werner Schmidt

Sparringspartner für Menschen, die Verantwortung tragen.

Was alle sehen, ist selten das Problem. Die Ursache liegt woanders.

Ein Team, das jeden Mist bei Ihnen abliefert. Runden, in denen alle nicken und nichts passiert. Die Frage, ob Sie bleiben oder gehen. Das sind Symptome. Ich gehe mit Ihnen dorthin, wo es wirklich klemmt.

Ich bin der, den man anruft, wenn der Boden ins Rutschen kommt. Ich sage Ihnen, was ich sehe, auch wenn es unbequem ist. Mit Humor, damit die Wahrheit ankommt und Sie dabei das Gesicht behalten.

Werner Schmidt mit verschränkten Armen in einer Fertigungshalle, lächelnd, mit runder Brille und hellblauem Hemd

Seit 1971 in seinem natürlichen Lebensraum.
Seit 1971 in der Fertigung zu Hause Verantwortung gehört dahin, wo die Arbeit gemacht wird Mit 71 so neugierig wie im ersten Lehrjahr

Was ich sehe

Manche nennen es Unruhe. Ich nenne es Radar.

Ich werde unruhig, wenn in einem Betrieb etwas nicht stimmt. Meistens lange bevor es in einer Kennzahl auftaucht. Früher hat man mir das als Ungeduld ausgelegt. Heute weiß ich: Das ist mein Radar. Und es schlägt fast immer an denselben drei Stellen aus.

  • Wenn Struktur die Bewegung erstickt

    Die Runde findet statt, weil sie im Kalender steht. Das Formular wird ausgefüllt, weil es das Formular gibt. Alle sind beschäftigt, und nichts bewegt sich.

  • Wenn Arbeit zur Routine verkommt

    Die Leute machen ihren Job, sauber und pünktlich. Aber keiner fragt mehr, ob es auch anders ginge. Der Kopf wird morgens am Werkstor abgegeben und abends wieder abgeholt.

  • Wenn Verantwortung und Wahrheit getrennte Wege gehen

    Wer oben steht, soll alles wissen. Also tut man so. Das kostet mehr Kraft als jede Nachtschicht, und die Leute merken es trotzdem.

Der Wanderpokal

Einen Satz höre ich in fast jedem Betrieb: „Die übernehmen keine Verantwortung. Die kommen mit jedem Mist zu mir.“ In der Fertigung, in der Zahnarztpraxis, im Verein. Manchmal auch am eigenen Küchentisch.

Dann heißt es schnell, da fehle die Disziplin. Das beschreibt nur das Symptom. Menschen geben Verantwortung ab, wenn sie enttäuscht wurden. Wenn ihre Entscheidung einmal kassiert wurde oder ihr Vorschlag in der Schublade verschwand.

Dann wandert die Verantwortung nach oben. Stufe für Stufe, bis sie bei dem landet, der sie am bereitwilligsten annimmt.

Und dort steht sie dann im Regal. Glänzt schön. Und frisst Ihre Abende.

So wandert ein Öltropfen nach oben

  1. Werkerin, Linie 4„An der Vier tropft schon wieder Öl.“
  2. Schichtführer„Soll der Meister entscheiden.“
  3. Meister„Ich frag mal oben.“
  4. Werksleitung„Bringen wir in die Montagsrunde.“
  5. Geschäftsführung, 19:40 Uhr„Warum muss ich mich eigentlich um jeden Öltropfen kümmern?“

Mich interessiert weniger die Ausrede. Mich interessiert, warum Verantwortung immer wieder nach oben wandert.

Und wie sie wieder dorthin zurückfindet, wo die Arbeit gemacht wird. Bevor Zahlen sich bewegen, bewegen sich Verhalten, Gespräche und Entscheidungen. Genau dort schaue ich hin.

Woher ich das weiß

Gelernt habe ich das nicht im Seminar. Sondern in der Fertigung.

  1. 1971 · Lehre bei Siemens

    Ich lerne Elektromechaniker und mache abends die Schule nach. Mit Führung habe ich da noch nichts am Hut. Aber Werkstattluft und Feilspäne habe ich schon in der Nase, und die gehen nicht mehr raus.

  2. 1973 · Zwölf Jahre Rettungsdienst

    Zum 18. Geburtstag liegt die Erfassung zum Wehrdienst auf dem Tisch. Mein erster Gedanke: Da gehe ich nicht hin. Freunde aus der Tanzschule nehmen mich mit zum Arbeiter-Samariter-Bund. Ich unterschreibe für zehn Jahre, und meine Mutter sagt: Wer unterschreibt, zieht durch. Verlangt sind 195 Stunden im Jahr. Es werden über tausend.

    Dort lerne ich, was es heißt, der zu sein, den man ruft.

  3. Umwege statt Karriereleiter

    Meine Lehrkollegen gehen den normalen Weg. Ich nicht. Qualitätsprüfung, abends der Meister, dann die Kalkulation, weil ich wissen will, warum Kaufleute und Techniker immer über Preise streiten. Später die EDV, als Übersetzer zwischen einem Programmierer und fünfzig Anwendern.

    Jedes Mal fange ich von vorne an, und beim Gehalt hänge ich lange hinterher. Der bunte Hund zahlt erst mal drauf.

  4. Ein Donnerstag, 14:30 Uhr

    Mein großes Softwareprojekt wird kurz vor dem Ziel gestoppt, weil der PC kommt. Ich packe die Workstations selbst ein und bin im eigenen Unternehmen arbeitslos.

    Dann bittet mich der Vorstand zu sich: „Herr Schmidt, ich habe ein Attentat auf Sie vor.“ Der Akkord soll weg, Gruppenarbeit soll her. Von Organisationsentwicklung habe ich keine Ahnung. Ein Wochenende Bedenkzeit, mit meiner Frau auf dem Balkon. Am Montag sage ich Ja.

  5. TAG · 45 Gruppen, rund 1.300 Menschen

    Mein Auftrag hat eine Abkürzung: TAG, teilautonome Gruppenarbeit. Auf das „teil“ kommt es an. Die Gruppen bekommen einen klaren Rahmen, und darin gehört die Entscheidung ihnen. Sie planen zum Beispiel ihren Urlaub selbst, denn es ist ihr Urlaub. Wer Autonomie bekommt, trägt Verantwortung. Aber nur für das, was in seinem Rahmen liegt, nicht für alles.

    Aus Gruppenführern werden Gruppensprecher. Sie organisieren mit ihrer Mannschaft und melden nach oben. Die Information fließt weiter, die Verantwortung bleibt unten, wo die Arbeit gemacht wird. Vier, fünf Jahre, von der Bohrerei bis zur Lackiererei, mit dem Betriebsrat und nicht gegen ihn. Zwei Gruppen scheitern, auch das gehört dazu.

    Dann fragt mich ein Meister: „Werner, die Leute arbeiten jetzt selbstständig. Sag mal, was mache ich jetzt eigentlich?“ Meine Antwort: „Hans, dann führst du.“

    Das war naiv. Ich hatte keine Ahnung, was ich mit diesem Satz aufgemacht hatte. Er hat mich zur Führung gebracht, und das Thema lässt mich seitdem nicht mehr los. Bis heute.

  6. 10. September 2001 · Nach 30 Jahren

    Seit 1998 arbeite ich nebenher für das bbw und lerne den Mittelstand kennen. In beiden Welten geht es um Menschen, im Mittelstand nur unmittelbarer, um den Einzelnen. Dort finde ich mich wieder.

    Außertariflich bin ich längst angekommen, aber trotzdem gebe ich meine Kündigung ab. Am nächsten Tag stürzen in New York die Türme ein. Ob ich einen Tag später genauso entschieden hätte? Ich weiß es nicht.

    Seitdem bin ich in Betrieben, Praxen und Einrichtungen unterwegs, mit der Frage, die mich nie losgelassen hat: Wie machen das eigentlich andere?

  7. Heute · 71 und neugierig

    Ich arbeite jeden Tag mit KI, und es macht mir einen Riesenspaß. Lieber verstehe ich, was diese Werkzeuge können, als zu sagen, in meinem Alter fange ich damit nicht mehr an. Wer mitmacht, kann mitreden und sein Leben selbst gestalten.

    Die KI nimmt mir Schreibarbeit ab. Sie hilft mir, am Ball zu bleiben, Neues zu lernen und anzuwenden. Und sie bringt mich in die kritische Auseinandersetzung mit mir selbst. Die Zeit, die dabei frei wird, gehört den Menschen. Die stille Minute mit jemandem, dem gerade der Boden wegrutscht, führt keine Maschine.

Wer mit Menschen so redet, wie damals mit mir geredet wurde, muss Motivation nicht verordnen. Sie wird geteilt.

Der bunte Hund

Nein, ich habe keinen bunten Hund an der Leine. Ich bin der Hund.

Bekannt wie ein bunter Hund, das sagt man so. Bei mir stimmt es seit über fünfzig Jahren, nur anders, als man denkt. Ich denke anders, rede anders und gehe meinen eigenen Weg. Die Farbe ist keine Mode. Sie ist Haut, keine Kleidung.

Ein bunter Hund ist kein Paradiesvogel. Er hat eine Aufgabe.

Ein Hütehund mit buntem Fell läuft neben einer gemischten Herde aus weißen, schwarzen, braunen und gefleckten Schafen. Hinten im Morgennebel steht klein ein Wolf.
  • Der Hütehund

    Er läuft neben der Herde, nicht vor ihr. Er hält zusammen, ohne zu ziehen, und hat den Wolf im Blick.

  • Der Narr

    Er durfte dem König die Wahrheit sagen. Nicht, weil er keine Angst hatte. Er hatte sie und hat trotzdem gesprochen. Das bunte Kostüm hat dafür gesorgt, dass die Wahrheit ankommt.

  • Der Humor

    Wer lacht, lässt für einen Moment die Kontrolle los. Genau dort beginnt die Arbeit. Deshalb verliert bei mir niemand das Gesicht.

Du gibst mir den Boden unter den Füßen, damit ich gehen kann.

Ein Klient, nach unserer gemeinsamen Arbeit

Wie wir zusammenarbeiten

Bei mir gibt es kein Team im Hintergrund. Es gibt Sie und mich.

Sie reden immer mit dem, der auch kommt. Kein Junior, der fremde Folien vorliest. Kein Vertrieb, der Sie nach dem ersten Termin weiterreicht. Und keine fertigen Programme aus der Schublade.

Was wir machen, ergibt sich aus Ihrer Lage, nicht aus meinem Katalog. Deshalb gibt es bei mir drei Formen und einen Anfang.

Der Anfang

Erst die Bodenprobe.

Ein Gespräch am Telefon, per Zoom oder Teams, wie es Ihnen passt. Sie erzählen, ich höre zu. Dann sage ich Ihnen ehrlich, was ich sehe.

Kein Audit, kein Verkaufsgespräch, keine Rechnung. Danach wissen wir beide, ob es passt.

Wenn es tiefer gehen soll

Dann nehme ich Stallgeruch auf.

Manchmal reicht der Blick durchs Telefon nicht. Dann komme ich zu Ihnen raus, gehe durch Ihre Fertigung und lerne Ihre Leute kennen.

Das ist Arbeit, und so behandle ich sie. Sie bekommen vorher ein klares Angebot. Wird daraus ein Auftrag, rechne ich den Einsatz an. Wenn nicht, haben Sie trotzdem etwas in der Hand: Klarheit.

Und dann, je nachdem, was der Boden hergibt

Sparring

Für Sie allein.

Oben wird es einsam. Im Sparring haben Sie ein Gegenüber, das nichts von Ihnen will außer Klarheit. Unter vier Augen, in fester Taktung oder dann, wenn es brennt.

Sie müssen bei mir niemand sein.

Geschäftsführer, Werksleiter, Führungskräfte mit Verantwortung und ohne ehrliches Echo

Wirkraum

Für Ihr Team.

Eine Runde im Betrieb, in der ausgesprochen wird, was sonst nur in der Raucherecke gesagt wird. Ich sorge dafür, dass es dabei niemanden den Kopf kostet.

Danach ist die Luft manchmal dicker. Und dann klarer.

Führungsteams, Meister, Schicht- und Zellenführer

Begleitung

Für Ihren Betrieb.

Über Wochen und Monate, so lange es trägt. Ich bin vor Ort, in der Fertigung, in den Runden, zwischen den Ebenen.

Bis die Verantwortung wieder dort liegt, wo sie hingehört, und der Pokal aus Ihrem Regal verschwindet.

Fertigungsbetriebe, einzelne Linien, Praxen und Einrichtungen

Woran Sie merken, dass es wirkt:

  • Ihr Schreibtisch wird leerer.
  • In den Runden reden andere mehr als Sie.
  • Was angefangen wird, wird auch fertig.
  • Konflikte kommen früher auf den Tisch.
  • Sie schlafen wieder besser.

Und wenn es richtig gut läuft, brauchen Sie mich irgendwann nicht mehr. Genau das ist das Ziel. Der Auftrag endet. Die Verbindung darf bleiben.

Kontakt

Rufen Sie an. Ich beiße nicht. Ich belle nur manchmal.

Die Bodenprobe beginnt mit einem Gespräch. Welcher Weg dahin, entscheiden Sie. Kein Formular, kein Kalender-Tool, kein Ticket. Nur ich.

Anrufen

Am schnellsten geht es direkt.

0172 855 21 04Mobil 09131 97 42 10Büro Erlangen

Schreiben

Zwei, drei Sätze reichen. Worum es geht, und wann ich Sie gut erreiche.

an@werner-schmidt.com

WhatsApp

Für alle, die lieber tippen als telefonieren. Auch eine Sprachnachricht ist willkommen.

Nachricht schicken

Wenn ich gerade bei einem Kunden in der Fertigung stehe, rufe ich zurück. Meistens noch am selben Tag.